Tage wie Türkis – Jennifer Hilgert

144 Seiten, erschienen 2018

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Tage wie Türkis schmecken nach Pfefferminze und Lakritz. Sie atmen Widerstand ein und Freundschaft aus. 
Ungeplant begegnet Amy ihrer Vergangenheit. Mit einem gewaltigen Gedankenguss bahnt sich allerhand Ballast aus achtzehn Jahren seinen Weg in ihre Gegenwart, ungeordnet und doch fein säuberlich dokumentiert in ihrem alten Tagebuch May. 
Seit sie die erste Seite aufgeschlagen hat, spinnen nicht enden wollende Fragen ein Netz aus Vergangenheit und Zukunft in ihren Gedanken. Was macht das Glück in den Momenten, in denen man es am allerwenigsten hat? Wie wird man überhaupt glücklich? Und wo sind sie hin, die Tage, wie Türkis? 
Ein innerer Kampf beginnt, in dem sie die Gelegenheit erhält, ihre Geschichte zu verarbeiten und ihre Zukunft zu verändern. 

Nachdenklich, philosophisch, ernst.. das ist Lesestoff für mich!

,,Tage wie Türkis“ habe ich auf Empfehlung angefragt und wurde mir freundlicherweise von der Autorin Jennifer Hilgert als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Es ist ein Tagebuch, das in zwei Teilen aufgebaut ist. Ein Leben davor und ein Leben danach. Mittendrin gibt Amy Kommentare und Eindrücke zu ihren damals verfassten Einträge ab.

Ihre Vorgeschichte gefiel mir sehr gut und ich habe mehrere Stellen notiert.

Das Buch bzw ein paar Kapitel habe ich mehrmals gelesen und auf mich wirken lassen. Es ist schwere Kost, die man langsam lesen sollte und sich zu einzelnen Passagen eigene Gedanken macht.

Leseeindruck

Die Sätze schweifen aus, sind philosophisch und verlieren oft ihre Mitte, kommen nicht zum Punkt. Öfter hatte ich Gedanken, wie ,,was soll mir nun vermittelt werden?“ und ,,wieso vergleicht sie ihr Leben ständig mit bunten Farben und Geschmäckern?“.

Der Stil fing auf die Dauer an zu nerven und wirkte naiv.

Amy durchlebt viele Zustandsveränderungen und nimmt sie deutlich wahr, aber konkrete Veränderungen oder Sichtweisen erfährt sie nicht. Die letzten Abschnitte zogen sich in die Länge.

Das Ende wurde mir persönlich zu spirituell, aber es bringt die Geschichte zum wohlüberlegten Ende.

Fazit

Richtig in die Geschichte abtauchen und mich in Amy hineinversetzen, konnte ich nicht. Es fühlte sich an, als ob man in einem fremden Tagebuch liest ohne Bezug zur Person.

Tiefgründe Erkenntnisse gab mir das Buch nicht, aber ich finde es ausgezeichnet, dass Amy aus ihrer Vergangenheit Stärke zieht und heute weiß damit umzugehen.

Ich denke, dass das Buch nicht jeden Geschmack treffen wird, aber wer sich Zeit und Ruhe für das Buch nimmt, wird es lieben.

Bewertung

 

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