George – Alex Gino

207 Seiten, erschienen 2015

Fischer Verlag 

Cover
© Fischer Verlag

George ist zehn Jahre alt, geht in die vierte Klasse, liebt die Farbe Rosa und liest heimlich Mädchenzeitschriften, die sie vor ihrer Mutter und ihrem großen Bruder versteckt. Jeder denkt, dass George ein Junge ist. Fast verzweifelt sie daran. Denn sie ist ein Mädchen! Bisher hat sie sich noch nicht getraut, mit jemandem darüber zu sprechen. Noch nicht einmal ihre beste Freundin Kelly weiß davon. Aber dann wird in der Schule ein Theaterstück aufgeführt. Und George will die weibliche Hauptrolle spielen, um allen zu zeigen, wer sie ist. Als George und Kelly zusammen für die Aufführung proben, erzählt George Kelly ihr größtes Geheimnis. Kelly macht George Mut, zu sich selbst zu stehen.

George möchte weiblich sein, doch sie ist im falschen Körper geborgen. Sie hat den Wunsch sich zu schminken, Kleider anziehen und will unbedingt die Rolle einer weiblichen Figur im Theaterstück übernehmen, nur fällt es ihr schwer zu sich zu stehen.

Im Laufe der Geschichte, geht der Leser durch Höhen und Tiefen und es lässt sich nachempfinden welche Schwierigkeiten George hat. Der Lesefluss ist gewöhnungsbedürftig, weil George sich als ,,sie“ sieht und am liebsten Melissa genannt werden würde. Es verdeutlicht wie gefangen sich George in ihrem Körper fühlt.

Das Thema in einem Kinderbuch aufzugreifen finde ich gut, mir persönlich hat es an Tiefe gemangelt, weshalb ich zu George kaum Nähe aufbauen konnte. Es gab ein paar Stellen, leider bezogen sie sich nicht auf ihre Geschlechtsidentität, worauf sich das Buch bezieht, sondern auf ihre Leidenschaft, dem Theater.

Ich habe erwartet, die Gefühlswelt und Gedanken eines Menschen der im falschen Körper ist kennenzulernen. Für mich kam das zu kurz.

Eine süße Geschichte, die man lesen kann, aber kein Muss ist.

Bewertung

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