Adressat unbekannt – Kathrine Kressmann Taylor 

76 Seiten, erschienen 2014

Atlantik Verlag

Der Deutsche Martin Schulse und der amerikanische Jude Max Eisenstein betreiben in den USA eine gut gehende Kunstgalerie. 1932 entscheidet sich Schulse, mit seiner Familie nach Deutschland zurückzukehren. Eisenstein betreibt diegemeinsame Galerie in San Francisco weiter. Die beiden Männer bleiben in Kontakt und tauschen sich in ihren Briefen über Berufliches und Privates aus. Zunächst scheint die Freundschaft nicht unter der räumlichen Trennung zu leiden. Doch Schulse, der die politischen Entwicklungen in Deutschland anfangs noch kritisch betrachtete, entwickelt sich nach und nach zum bekennenden Nationalsozialisten.

Der Briefwechsel zwischen Martin und Max bringt auf 80 Seiten beeindruckend das Wesentliche auf den Punkt.

In die politische Lage der beiden Personen kann man sich gut hineinversetzen und die Ansichten nachvollziehen.

In diesem Werk wird deutlich, wie stark das soziale Umfeld auf beide Personen einwirkt und wie sich Menschen verändern können.

Ein beeindruckendes fiktives Drama, das nicht in Vergessenheit geraten wird.

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